Sie sind hier: Start / Aktuelles

 

Aktuell

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Neues Automuseum in Wolfegg erfolgreich an den Start gegangen.


Zu Ostern 2017 erhielt die Gemeinde Wolfegg ein ganz besonderes  Osternest; - gut gefüllt mit Oldtimern.

Pünktlich zur neuen Tourismus Saison eröffnet der Automobilbetriebswirt Nicolas Flosbach (Mitglied im DAVC LG Allgäu) in Wolfegg ein neues Automuseum. In den Räumlichkeiten des bisherigen Museums von Fritz B. Busch zeigt Flosbach eine Ausstellung mit einem Schwerpunkt auf den 60er, 70er und 80er Jahren. Ein besonderes Highlight des Museums stellt die größte Einradanhängersammlung der Welt dar, welche Oldtimerprofis wie –Laien gleichermaßen verblüfft.

Da in der Ausstellung viele Leihgaben stehen, werden immer mal wieder andere Fahrzeuge in der Ausstellung gezeigt. Zusätzlich gibt es eine Sonderausstellungsfläche, auf der in 6 monatigem Wechsel Ausstellungen zu diversen Themen stattfinden werden. Den Auftakt macht eine Sonderausstellung zum 80-jährigen Jubiläum des Opel Kadett.

Einen Blick in die Zukunft erlaubt die permanente Ausstellung des Formula Student Teams der FH Weingarten. Eine weitere Besonderheit stellen die Sitzecken im Museum dar, die bei Ausfahrten zur Rast einladen oder Familien ermöglichen innerhalb des Museums neben den Exponaten zu „picknicken“.

Das Museum ist von März bis Ende Oktober (einschließlich der Herbstferien) immer Montags bis Sonntags von 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

https://www.automuseum-wolfegg.de/

 

 

 

 


Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung

Oldtimerkennzeichen jetzt auch als Saisonkennzeichen

 
 Berlin, 15. Februar 2017  
                 
Oldtimerkennzeichen können nun auch als Saisonkennzeichen ausgeführt werden. Diese Regelung wurde am 10.02.2017 vom Deutschen Bundesrat in letzter Instanz verabschiedet. 

In der 953. Sitzung des Bundesrats beschloss dieser die in Drucksache 770/16 vorgeschlagene Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften. In der schwerpunktmäßig auf die internetbasierte Zulassungsform eingehenden Verordnung wird u. a. auf die Möglichkeit hingewiesen, dass Oldtimer mit H-Kennzeichen auch Anspruch auf ein Saisonkennzeichen haben. So heißt es auf Seite 3 der Verordnung:

§ 9 Absatz 3 [der bisherigen Verordnung, Anmerkung des Verfassers] wird wie folgt geändert:
a) Satz 4 wird wie folgt gefasst.
„Auch Oldtimerkennzeichen nach Absatz 1 […] können als Saisonkennzeichen zugeteilt werden.“

Zu den möglichen Veränderungen bei den Einnahmen der Kraftfahrzeugsteuer wird ausgeführt:

Infolge der Klarstellung in der FZV, dass Oldtimerkennzeichen als Saisonkennzeichen ausgeführt werden können, ist von einer großen Inanspruchnahme dieser Kombination auszugehen. Dies hat Mindereinnahmen bei der Kraftfahrzeugsteuer zur Folge.

Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass die Möglichkeit des Saisonkennzeichens von Oldtimerfahrern  stark genutzt wird.

In den Kommentierungen zu den Änderungen der FZV wird auf das Thema wie folgt eingegangen:

Zu Artikel 1 Nummer 5 (§ 9 Abs. 3 FZV)
Mit der Neufassung von Satz 4 soll klargestellt werden, dass die Kombination von Oldtimerkennzeichen und Saisonkennzeichen zulässig ist. Stimmen in der Literatur hatten anderes aus einer älteren Gesetzesbegründung hergeleitet. Für ein Verbot dieser Kombination ist aber kein sachlicher Grund ersichtlich.

 

 


 

„50 Jahre DAVC“ 

 
mit großem Deutschlandtreffen vom 3. bis 6. September 2015
 
Bericht vom Jubiläum:

Der DAVC hat sein 50 jähriges Jubiläum vom 03.-06. September gleichzeitig mit dem 35. Deutschlandtreffen in Aschaffenburg gebührend gefeiert. Um 200 Mitglieder mit 91 Fahrzeugen fast aller LG´s waren beteiligt. Dieses großartige und würdige Treffen wurde organisiert von der DAVC Landesgruppe Rhein-Main. Am Freitag, den 3. September, starteten die 91 Klassiker der Baujahre 1915 bis 1985 zur Spessart-Fahrt mit abschließenden Höhepunkt des gleichzeitigen 35. Deutschlandtreffens, die Präsentation der DAVC-Oldtimer auf dem Schlossplatz in Aschaffenburg ab zirka 15.00 Uhr. Erstaunlich auch, wie viel Zeit sich Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog nahm – nicht nur um eine Begrüßungsrede zu halten, sondern auch um sich den Klassikern zu widmen, sie interessiert unter die Lupe zu nehmen. Und nachdem auch der in einem seltenen Opel Admiral Cabriolet von 1938 mitfahrende Uwe Mertin, Leiter Opel Classic, für die Adam Opel AG als Hauptsponsor der Veranstaltung auf die Opel-Tradition hingewiesen hatte, ging‘s auf die nur rund zehn Kilometer lange letzte Etappe zum Hotel.                                                                                                                               Beim Start sorgte Club-Präsident Georg Sewe noch für einen Überraschungsmoment: 
Jeder der Treffen-Teilnehmer erhielt die 224 Seiten dicke Chronik des DAVC, die zwei Tage zuvor fertiggestellt wurde – und die ersten 50 Jahre des ältesten, als reinen markenunabhängigen deutschen Oldtimer-Club gegründet, zusammenfasst. Hierin ist die teils wechselvolle Geschichte des DAVC aufgearbeitet und dokumentiert worden, die Clubbindung und Identitätsfestigung des DAVC wird sicher mit der Chronik beför-dert. Das Werk dürfte einmalig in der Oldtimer-Vereinsgeschichte sein!  Am Samstag stand eine Fahrt auf dem Rundkurs des Opel-Test-Centers in Dudenho-fen auf dem Programm. Beim abschließenden Festabend im Kurfürstlichen Schloss-hotel Weyberhöfe mit über 200 Gästen betonte DAVC-Präsident Georg Sewe, dass der Club seit seiner Gründung im Jahr 1965 -durch den heutigen Ehrenpräsidenten Waldemar Pleßmann in Stuttgart- eine Vereinigung von Oldtimer-Freunden sei, die sich neben dem Erhalt historischer Motorfahrzeuge auch Kameradschaft und gegenseitige Hilfe auf ihre Fahnen geschrieben habe. : „Das Deutschlandtreffen festigt die Bindung und Identifikation der DAVC-Mitglieder mit dem Gesamtverein. Es soll wieder regelmäßig stattfinden. Landesgruppen übergreifende Kontakte werden dadurch erneuert und gepflegt.“
Ehrengast Frank Reichert, Leiter des ADAC Oldtimerbereichs, sprach dem DAVC seine Anerkennung aus und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem ADAC-Korporativ-Club DAVC.Heute hat der DAVC um die 1500 Mitglieder, die in 15 Landesgruppen organisiert sind.
Treffen in dieser Markenvielfallt ohne soziale Wertung sind ein Alleinstellungsmerkmal des DAVC, sagte begeistert ein Teilnehmer, der aber ebenfalls das Familiäre in seinem Markenklub (Bugatti) schätzt. Den krönenden Abschluss bildete ein fulminanter Gala-Abend im Kurfürstlichen Schlosshotel Weyberhöfe in Sailauf bei Aschaffenburg.

Vor 50 Jahren, am 30. März 1965,
gründeten einige Enthusiasten aus Hamburg und Stuttgart den Deutschen Automobil-Veteranen-Club, einer der ersten deutschen Vereine, die als reiner Oldtimerclub gegründet wurden. Am 10. Mai 1965 wurde der DAVC im Vereinsregister in Stuttgart unter Nr. 1715 eingetragen. In relativ kurzer Zeit stiegen die Mitgliederzahlen steil an. Heute hat der markenunabhängige, gemeinnützige DAVC  um die 1.500 Mitglieder, die in 15 Landesgruppen organisiert sind. Zur Jubiläumsveranstaltung im September erscheint ein Buch zur Historie des DAVC. Zum abschließenden Galaabend sind alle Gründungsmitglieder aus 1965, es sind noch 12 dabei, herzlich eingeladen. 

Die Jubiläumsveranstaltung begann
am Donnerstag (03.09) mit der Ausgabe der Teilnehmer-Unterlagen im Hotel Klingerhof mit Abendessen und anschließender Fahrerbesprechung.
Am Freitag (04.09.) geht es auf einer gemeinsamen Ausfahrt durch den bayerischen und hessischen Spessart mit seinen wundervollen Tälern und Wäldern. Nach der Mittagsrast auf der Bayrisch Schanz ist Abfahrt nach Aschaffenburg zum Schloßplatz mit der Präsentation der Fahrzeuge und Pressetermin mit Buchvorstellung. Anschließend Heimfahrt zum Hotel Klingerhof.
Am Samstag (05.09.) Abfahrt nach Dudenhofen zur Test-und Rennstrecke bei OPEL als Gastgeber. Nach dem Mittagsimbiss besteht Fahrtmöglichkeit auf der Teststrecke, anschließend Heimfahrt zum Hotel Klingerhof. Von hier geht es mit Bussen zum Galaabend ins Fürstbischöfliche Schloß Weyberhöfe.
Am Sonntag (06.09.) individuelle Heimfahrt der Teilnehmer

Die Ausschreibung und Anmeldung kann von der LG Rhein-Main angefordert oder hier von unserer Internet-Terminseite ausgedruckt (Download) werden.

Anmeldeschluss ist der 15. April 2015!  Achtung, leider bereits Ausgebucht!

25. Schwarzwald Classic Days der Landesgruppe Südbaden

Vom 23. – 25. Mai hat die Landesgruppe Südbaden ihre 25. Schwarzwald Classic Days zelebriert – nach Meinung vieler Mehrfachteilnehmer die besten, die es je gab. 

Es war bei strahlendem Sommerwetter ein Riesenerfolg mit vielen Superlativen.

- Noch nie so schnell ausgebucht.

- Noch nie so viele verschiedene Marken und Typen.

- Noch nie so viele freiwillige Helfer.

- Noch nie so ein junges Fahrerfeld.

- Noch nie so eine total entspannte Atmosphäre. 

- Noch nie so viele Spontananmeldungen für die nächste Ausgabe der Schwarzwald Classic Days.

Logistisch lief alles 3 Tage lang wie am Schnürchen. Der Vorstand und die 25 Helfer aus unserer LG wurden reich mit Lob bedacht. Vor allem die 50 Teams aus der Schweiz waren begeistert. 

Inklusive unserer Begleitfahrzeuge zog ein Tross von 120 Oldtimern und 250 Menschen durch den Schwarzwald, das Markgräflerland und den Kaiserstuhl. Die historische Stadt Sulzburg als Hauptveranstaltungsort wurde für uns für einen Tag komplett gesperrt.

Besonders stolz dürfen wir diesmal auf die breite und aktive Unterstützung innerhalb unserer LG sein. Das war für uns Vorstände eine ungemein positive Erfahrung. 

Gesamtsieger der Rallyewertung wurden übrigens unsere Mitglieder Anja & Axel Eifler aus Kippenheim in ihrem 1937er Bentley 4.25 Liter Open Tourer! 

 

Zur Bildergalerie

Wirtschaftsfaktor Old- und Youngtimer

Die Anzahl der in Deutschland vorhandenen Oldtimer, aber auch der sogenannten Youngtimer, steigt in den letzten Jahren stetig. Deswegen haben sich die Tätigkeiten mit und um die Oldtimer zwischenzeitlich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Hierzu liegen jedoch keine detaillierten, belastbaren und vor allem aktuellen Erkenntnisse vor.

Die Kölner Beratungsgesellschaft BBE Automotive GmbH fuehrt mit Unterstützung u. a. des VDA eine Untersuchung durch, die den „Wirtschaftsfaktor Old- und Youngtimer“ transparent machen wird. Ein wesentlicher Bestandteil der Studie ist eine Online-Befragung, an der sich hoffentlich viele Besitzer entsprechender Fahrzeuge beteiligen werden.

Zur Online-Befragung geht's HIER


Der DAVC auf den Classic Days auf Schloss Dyck

Ein Höhepunkt in diesem Jahr, nicht nur vom Wetter mit teilweise bis zu 39 Grad, waren sicherlich die Classic Days auf Schloss Dyck.
Schon im Jahre 2012 war vom Vorstand des DAVC beschlossen worden, an der Veranstaltung auf Schloss Dyck teilzunehmen, weil sich diese Veranstaltung zunehmend als Treffpunkt der Oldtimerszene etabliert hat und als Pendant zu Goodwood in England gesehen wurde. Zur Betreuung des DAVC Stands hatten sich die Landesgruppen Rhein-Main und Südbaden bereiterklärt.
Der Vorstand sieht die erfolgreiche Teilnahme an diesem hochkarätigen Treffpunkt der Oldtimerscene, als Beginn einer neuen Präsens für den DAVC. In der am Samstag in der Nähe des Ausstellungsgeländes stattgefundenen Vorstandssitzung wurde u. a. beschlossen, dass die Präsens auf den Classic Days künftig im Veranstaltungskalender des DAVC als Dauerveranstaltung aufzunehmen ist.
Die Veranstaltung mit ihren rund 30.000 Besuchern kann insgesamt als hochkarätig bezeichnet werden. Berühmte Persönlichkeiten der Oldtimer- und Rennszene, wie z. B. Jochen Mass und John Surtees, waren anwesend. Sie fuhren zum Teil selbst Rennen mit, gaben Autogramme und die Legenden des Rennsports waren hautnah und zum Anfassen. An beiden Tagen kreiste die JU 52 häufig über den Classic Days.

Insgesamt gesehen ist der DAVC auf Schloss Dyck deutlich und sehr intensiv von vielen Besuchern wahrgenommen worden, die sich direkt mit den Standbetreuern unterhalten haben und den Auftritt des DAVC als angenehm und auffallend im positiven Sinne des Wortes bewertet haben. Aus Gesprächen war zu entnehmen, dass sich die Veranstaltung hinsichtlich Teilnehmer- und Besucherzahl in den letzten Jahren deutlich gesteigert hat, sodass diese Veranstaltung auch als Plattform für die Darstellung des DAVC weiterhin genutzt werden soll.
 

 


Parlamentskreis „Automobiles Kulturgut“

An der Sitzung am 03.06.2013 des Parlamentskreises „Automobiles Kulturgut“ im Bundeskanzleramt, nahm erstmalig der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann teil. Der Staatsminister zeigte sich von dem Gremium sehr beeindruckt, der Parlamentskreis mit seinen fast 50 Delegierten von Verbänden, Wirtschaft, Organisationen und DAVC, war ihm bisher so nicht bekannt.
Bernd Neumann versicherte dem Parlamentskreis seine volle Unterstützung in der Zielsetzung zu, das Automobil (Oldtimer) als Kulturgut und auch als kulturelles Einzelobjekt an zu erkennen.
Er sagte, das Automobil sehe er nicht als Denkmal, sondern vor allem mit seinem Design als Verbindung zwischen Kultur und Kreativwirtschaft, es müsse anerkannt und akzeptiert werden. Die Gestaltung des Automobils weist immer auch in die Zukunft.
Das Angebot des Kultur-Staatsministers, auf Arbeitsebene zukünftig den Dialog mit dem Parlamentskreis zu führen, wurde erfreut angenommen.

Ebenfalls war mit Bernd Lange, als Gründer der Interessensgruppe Historische Fahrzeug im Europäischen Parlament, ein Europavertreter anwesend.

Der DAVC wird im Parlamentskreis „Automobiles Kulturgut“, der jährlich 2-3 Mal in Berlin tagt, durch seinen Präsidenten Georg Sewe vertreten, durch den eigene Beiträge eingebracht werden.



 

„Charta von Turin“ ratifiziert:
FIVA setzt auf den verantwortungsvollen Umgang mit historischen Fahrzeugen

Unsere Fahrzeuge werden uns überleben: Wir alle sind nur ihre vorübergehenden Besitzer. Als Kuratoren auf Zeit wollen wir sie in gutem Zustand an die nächsten Generationen übergeben, verbunden mit dem Wissen um ihren Erhalt und ihre Funktion.

„Wenn wir morgen noch Oldtimer fahren wollen, müssen wir sie jetzt zum geschützten Kulturgut machen.“ (Horst Brüning, Präsident der FIVA)

 

„Charta von Turin“ ratifiziert

Am 27. Oktober 2012 hat die Generalversammlung der FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) in München mit großer Mehrheit die „Charta von Turin“ ratifiziert.

In der „Charta von Turin“ fasst die FIVA ihre grundlegenden Leitlinien zu einem verantwortungsvollen Umgang mit historischen Fahrzeugen zusammen. Dabei orientiert sich die „Charta von Turin“ an der „Charta von Venedig“. Mit ihr hat die UNESCO 1964 ihre Positionen zum Schutz von Kulturgütern definiert. Ihr folgten weitere Chartas nach: Die „Charta von Barcelona“ beschreibt seit 2003 den Umgang mit historischen Schiffen, die „Charta von Riga“ seit 2005 den Umgang mit historischen Schienenfahrzeugen.

Mit der „Charta von Turin“ steigt die FIVA in die Gruppe der großen, weltweit agierenden kulturerhaltenden Organisationen auf.

 

Inhalte der „Charta von Turin“

Der Text der „Charta von Turin“ gliedert sich in elf Artikel. Einige wichtige Grundsätze lassen sich aus ihnen ableiten:

Historische Fahrzeuge können nur dann ihre Wirkung als Kulturgut entfalten, wenn sie am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.

Konservierung, Reparatur und Restaurierung sind typische, jedoch verschiedene Maßnahmen. Dies zu erkennen ist wichtig für den verantwortungsvollen Umgang mit Kulturgut.

Ein historisches Fahrzeug soll seine Geschichte erzählen. Änderungen an seinem Zustand können wichtige Zeugnisse sein, die als solche oft erhaltenswert sind. Ein Zurückversetzen eines Fahrzeuges in seinen Auslieferungszustand sollte die Ausnahme bleiben.

Historische Fahrzeuge sollen ihr Aussehen und ihre technischen Spezifikationen beibehalten.

Ersatzteile sollten, sofern es möglich, sinnvoll und erlaubt ist, originalen Spezifikationen folgen und sich in das Gesamtbild des Fahrzeugs harmonisch einfügen. Eine Markierung macht sie als Neuteile erkennbar. Wichtige Teile, die ersetzt wurden, sollten beim Fahrzeug bleiben.

Die Charta beschränkt sich nicht auf historische Fahrzeuge. Sie schließt auch herausragende Objekte der Infrastruktur – zum Beispiel Tankstellen, Parkhäuser oder Rennstrecken – sowie Archive und andere themenbezogene Sammlungen ein.

Institutionen, die sich mit der Erhaltung historischer Fahrzeuge befassen, sollen als kulturerhaltende Körperschaften anerkannt werden.

Die „Charta von Turin“ steht damit im Einklang mit dem Regelwerk der FIVA. Sie stellt nicht nur einen Zusammenhang zwischen detaillierten Aussagen, sondern liefert auch einen grundsätzlichen Zugang zu einem verantwortungsvollen Umgang mit historischen Fahrzeuge.

 

Aufgaben der „Charta von Turin“

Die Leitlinien der „Charta von Turin“ untermauern den Anspruch, historische Fahrzeuge weltweit als Kulturgut zu respektieren und zu schützen.

Dabei kann und will die „Charta von Turin“ kein Gesetz sein. Sie trifft auch keine Einzelfallentscheidungen, sondern ässt bewusst Raum für Interpretationen. Sie möchte jedoch richtungsweisende Empfehlungen geben, die jedem Einzelnen beim Nachdenken über den Umgang mit historischen Fahrzeugen helfen.

Um die Anwendung der „Charta von Turin“ in der Praxis zu erleichtern, erstellt die verantwortliche FIVA-Arbeitsgruppe derzeit ein Handbuch, das an vielen Beispielen zeigen wird, wie sich die Gedanken der Charta konkret anwenden lassen. In der Art und Weise der Interpretationen wird sich die Vielfalt unterschiedlicher Haltungen und Positionen spiegeln – ein typischer Vorgang bei der Umsetzung von Chartas. Das Handbuch wird ab Sommer 2013 in verschiedenen Sprachen vorliegen.

 

Zur Historie der „Charta von Turin“

Der Blick auf historische Fahrzeuge hat sich deutlich gewandelt. Es hat ein Um- und Weiterdenken stattgefunden, verbunden mit einem zunehmend kritischen Blick auf die lange Zeit allgemeingültige Devise „Besser als neu“. Zugleich wuchs die Wertschätzung und der Respekt vor Fahrzeugen, deren unrestaurierter Zustand ein hohes Maß an Authentizität spiegelt. Inzwischen werden auch zurückliegende Restaurierungen als Teil einer individuellen Fahrzeuggeschichte gesehen.

Parallel zu dieser Entwicklung war auch innerhalb der FIVA das Bedürfnis gewachsen, eine alle Aspekte umfassende Darstellung zum Themenkreis der Erhaltung historischer Fahrzeuge vorzulegen. So gehen die Grundzüge dieser Charta auf das 11. Internationale Forum zur Authentizität und der Erhaltung historischer Fahrzeuge zurück, zu dem der ASI (Automotoclub Storico Italianio) im November 2008 nach Turin eingeladen hatte.

Vier Jahre währte die öffentliche Anhörung zu den Inhalten der „Charta von Turin“. Experten, Historiker, Kuratoren, Sammler und Enthusiasten aus aller Welt haben engagiert über die Inhalte diskutiert. Ihre zahlreichen Anmerkungen und Hinweise haben einen großen Anteil an der heute gültigen Fassung. Eine eigens eingerichtete, international besetzte Expertengruppe unter der Leitung des Schweizers und Präsidenten der FSVA (Federation Suisse Des Vehicules Anciens) Thomas Kohler hat diesen Prozess betreut.

 

FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens)

Yesterday's Vehicles on tomorrow's roads

Die FIVA fördert weltweit die Erhaltung historischer Fahrzeuge als Zeugen unserer Kultur und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Damit unterstützt sie Kuratoren, Sammler und Enthusiasten in rund 60 Ländern vor Ort. Die 1966 als Weltdachverband national oder regional tätiger Oldtimerclubs gegründete FIVA hat sich bereits mit ihrer Satzung den Ideen der UNESCO verpflichtet.

Sitz der FIVA ist Brüssel. Ihr Präsident ist seit 2007 Horst Brüning (Schweden). Die Arbeitsgruppe „Charta von Turin in der Kulturkommission der FIVA leitet Thomas Kohler (Schweiz).

 

Kontakt

Arbeitsgruppe Charta von Turin in der Kulturkommission der FIVA:
Mario de Rosa
email: derosa@kultur-mobil.org

FIVA, Pressekontakt:
www.fiva.org
Peeter Henning, FIVA Office Rue de la Loi 44 B - 1040 Brussels Belgium
Tel.: +32 2 280 01 44 Fax: +32 2 280 04 46, info@fiva.org

 

Download: Charta von Turin

 


Der DAVC fordert die Verlängerung der HU für Oldtimer auf 5 Jahre!

 
Stellungnahme und Forderung des DAVC zur
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen und
Kraftfahrzeuganhägern und zur Aufhebung der Richtlinie 2009/40/EG
 
Die aktuelle Diskussion um die EU-Verordnung, die Prüfintervalle für Fahrzeuge ab einem
bestimmten Alter (6 Jahre) oder Km-Leistung (160Tsd.) auf 1 Jahr zu verkürzen, bewegt
auch die Oldtimerbesitzer.
Abgesehen von der generellen Unsinnigkeit einer Verkürzung der HU-Intervalle in Deutschland,
bleiben hier einige Fragen offen.
 
Die Verordnung gilt nicht für Fahrzeuge von historischem Interesse (H-Kennzeichen und 07),
eröffnet aber dem nationalen Gesetzgeber Möglichkeiten der Regulierung.
Die Verordnung ersetzt nationales Recht, bleiben damit „Fahrzeuge von historischem Interesse“
laut Verordnung, ohne Prüfvorschrift?
Wird nationales Recht nicht tangiert und es bleibt bei der alten Regelung für
„Fahrzeuge von historischem Interesse“?
Wie werden diese zukünftig definiert, z. B. über die Vergabe von H-Kennzeichen? Kleinwagen
über 30 Jahre ohne H-Kennzeichen sind allerdings auch von historischem Interesse, wie
auch Motorräder ab 30 Jahre ohne H-Kennzeichen!
 
Die angeführten Beispiele zeigen den Definitionsbedarf für Deutschland auf.
Sollte eine nationale Regelung weiterhin erfolgen (müssen), fordert der DAVC die Verlängerung
der HU-Untersuchungsintervalle auf 5 Jahre.
(Im Falle einer EU-Regelung natürlich auch)
 
Begründung:
Das Europäische Ausland hat bereits fortschrittliche Regelungen, Frankreich hat wie Polen die Fristen
für Oldtimer auf 5 Jahre verlängert, England hat schon, oder schafft die „MOT – Prüfung“ für
Fahrzeuge vor Baujahr 1960 ab. Die gleiche Regelung gilt in den Niederlanden. Dänemark
hat 8 Jahre als Prüfintervall und in Belgien, Luxemburg und Schweden wurden die Prüfungen
für Fahrzeuge vor Bj. 1950 abgeschafft.
In Deutschland gibt es bereits für Fahrzeuge mit rotem 07-Kennzeichen nach einer Erstprüfung
keine weitere HU.
 
Vorliegende Mängel- und Unfallstatistiken untermauern den guten Pflegezustand und die geringe
Fahrleistung der Oldtimer. Dies wurde bereits 2008 als Argument für einen entsprechenden
Antrag der FDP im Bundestag zur Verlängerung der HU angeführt.
Leider gab es damals keine Mehrheit für den Antrag auf Verlängerung der HU auf 5 Jahre..
Der DAVC wird im „Parlamentskreis Automobiles Kulturgut“ eine Initiative für die Verlängerung
der Oldtimerprüfung auf 5 Jahre einbringen und unsere Stimme in Verbänden wie der
FIVA, zur Diskussion nutzen.
 
Für den Vorstand
Georg Sewe
Präsident